Rezension: All These Things I’ve Done von Gabrielle Zevin


Als ich mir den Klappentext dieses Buches durchgelesen habe, dachte ich, dass ich wieder mit einer dieser Klischée romeo und Julia Liebesgeschichten konfrontiert werden werde. Erwartet hat mich allerdings das genaue gegenteil. Lest ein einfach mal die Rezi.. 😀

Mein Lieblingszitat

The truth is, there were most definitely things that fell through the subway grates, but, at the time, I wasn’t paying attention.

Genre

Ich habe mich mal wieder für eine Dystopie begeistern lassen. 🙂 New York, 2082 nicht gänzlich unähnlich zu unserer Zeit, aber doch anders.

Handlungszusammenfassung

Die sechszehn-jährige Anyaschka Balanchine, oder kurz Anya, ist die Tochter des Mafiabosses in New York. Trotz ihres Alters, ist ihr Leben weit entfernt von dem eines normalen Teenagers. Ihre Eltern beide ermordet, ihre Großmutter bettlägig krank, ihre kleine Schwester erst zwölf Jahre alt und ihr großer Bruder geistig zurückgeblieben. Eine Menge Verantwortung wurde schon früh auf ihre Schultern geladen und sie muss damit umgehen. Anders geht es nicht.

Hauptcharaktere

Anya ist die Protagonistin dieses Buches. Sie ist jung und stark und rational. Für überflüssige Gefühle und Selbstmittleid hat sie keine Zeit, denn sie muss sich in Acht nehmen. Vor der Polizei und vor ihrer eigenen Familie gleichermaßen. Sie versucht sie aus allem was Ärger bereitet rauszuhalten und das Wohl iherer Familie steht immer an erster Stelle. Was mich besonders überrascht hat, ist die Tatsache, dass sie gläubige Katholikin ist. Sie betet, sie geht zur Kirche und sie liebt Gott. Viel von Anyas Verhalten ist durch ihren Vater geprägt. Als sie neun war wurde er erschossen, aber sie weiß immer noch viel von dem was er ihr erzählt hat. Aber dazu später auch noch mehr.

Meine Meinung

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist allerdings ziemlich gewöhnungsbedürftig, denn alles ist sehr rational beschrieben. Die Geschichte ist im rückblick und aus Anyas Perspektive geschrieben worden, was es sehr viel einfacher macht sie zu verstehen. Am Anfang konnte ihr sie nicht so wirklich einschätzen. Sie ist sehr rational und vor allem klug. Sie denkt (normalerweise) nach bevor sie etwas tut, denn ein falscher Schritt und es könnte sie ihre Freiheit, ihre Familie oder sogar ihr Leben kosten. Mit all diesem rationalen Denkens ist es schwer vorstellbar, dass sie auch Gefühle hat. Aber die hat sie. Meistens Angst, Trauer, Hoffnungslosigkeit, Wut und vor allem Liebe. Es ist sehr schwer die Liebe in Anya am Anfang auszumachen. Aber je besser man sie kennen lernt, umso mehr versteht man ihre Art zu lieben. Sie ist selbstlos in ihrer Liebe und sie will das beste vür ihre Familie. In ihrem Leben tritt noch eine andere Liebe auf, nur für sie, aber sie muss Entscheidungen treffen, die diese Liebe anbelangen.

Was mich so an dem Buch überzeugt hat, ist dass nicht alles gut ausgeht. Es gibt keine Hintertür für die Entscheidungen die Anya treffen muss. Auch wenn es manchmal grausam erscheint, muss sie sich doch so entscheiden, dass es zum Wohl ihrer Familie ist. Oft hilft ihr Vater ihr bei diesen Entscheidungen. Natürlich ist er tot und Anya weiß das auch, aber sie erinnert sich an viele Sachen, die ihr Vater ihr beigebracht hat. Als Kind hat sie diese noch nicht verstanden, aber als Jugendliche mit Verantwortung, braucht sie diesen Rat den ihr ihr Vater einmal gab dringender als alles andere. Er ist ihrem einzige Überlebenschance in dieser rationalisierten Welt. Alles wurde rationalisiert, als die Recourcen langsam anfingen auszugehen. Einige Sachen, wie Papier, Wasser oder Kleidung wurden rationalisiert und können nur mit Coupons gekauft werden, andere Sachen wie Kaffee oder Schokolade wurden verboten. Die Gesellschaft an sich ist der unseren ziemlich ähnlich und sehr realistisch dargestellt es könnte gut sein, dass die Welt in ein paar Jahren so aussieht, wie Anya sie kennt.

Fazit

Diese Buch ist eine sehr gute Verkörperung, was mir unserer Gesellschaft in ein paar Jahren passieren könnte. Außerdem lernt man den außergewühnlichen Charakter von Anya kennen. Das Buch ist spannungsvoll, romantisch (allerdings nicht in einer kitschigenweise, sondern real) und fesselnd. Ich kann es nur weiterempfehlen.

5 von 5 Leseratten

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3 Gedanken zu “Rezension: All These Things I’ve Done von Gabrielle Zevin

  1. Hallo Tamara,

    nun, da hast Du dir mal was ganz in der englischen Sprache ausgesucht oder?

    Wobei das Thema jetzt auch nicht so neu ist, wenn man sich an den 2.Weltkrieg und seine Folgen für die Bevölkerung vor Augen führt…

    Lies sich nach mittlerer Katastrophe an mit schon sehr realem Hintergrund, wenn man sich unsere Welt so anschaut.

    LG…karin…

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