Die lange Erde – Terry Pratchett, Stephen Baxter (Teil 1)


Die Lange Erde von Stephen Baxter(engl. Originaltitel "The long earth")
5 von 5klein
Inhalt

Es braucht nicht viel: Ein paar Drähte, ein kleiner Kasten…und eine Kartoffel –
und auf einmal hat sich alles verändert. Ein Schritt nach Ost oder West und man ist in der langen Erde. In einer neuen Welt, unbevölkert, unberührt und voller Möglichkeiten. Doch was passiert mit der Welt die man zurücklässt und was erwartet dich in der Neuen?

Meine Meinung

Es ist ein besonders Buch, das diese zwei unglaublichen Autoren da geschaffen haben. Es kommt einem beinahe wie ein Gedankenexperiment vor, wie ein geistiger Spielplatz, den man auskundschaften möchte. Obwohl einige Erzählstränge verfolgt werden, kommt die Geschichte doch immer wieder auf den Protagonisten Joshua Valiente zurück, der – zusammen mit Lobsang – die lange Erde erkunden soll.

Ich habe eine kleine Schwäche für Zukunfts/Dystopie/Sci-fi Bücher und da passt dieses Buch natürlich perfekt rein. Besonders gut gefällt mir, dass an das Phänomen so pragmatisch und realistisch angegangen wird und nicht herumgesponnen, sondern nachgedacht wird. Teilweise wirken die Figuren etwas flach, sind aber sonst liebevoll gestaltet. Erzählerisch hab ich nichts zu beanstanden – die zwei hatten ja in ihren unzähligen Büchern schon genug Zeit zu üben.

Empfehlen würde ich das Buch ab 16, wahrscheinlich wäre das jüngere Publikum schnell gelangweilt von dem Buch.

In einem Satz

Futuristisch und frisch – zwei Autoren, die eine neue Welt erschaffen.

Details

400 Seiten, ab 16 Jahren
Foto: © Randomhouse

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Abaton-Vom Ende der Angst von Christian Jeltsch und Olaf Kraemer


Als erster Teil einer Trilogie beietet dieses Buch einen sehr guten Auftakt. Zur Verfügung gestellt wurde es mir freundlicherweisevom Mixtvision Verlag 🙂

Genre

Ein wirkliches Genre kann ich für dieses Buch nicht bennen aber es hat sowohl Thrillerelemente, als auch philosophische Grundzüge an sich.

Was passiert?Leseproben Icon

Linus, Edda und Simon, sind eigentlich drei grundsätzlich verschiedene Jugendliche – zumindest glauben sie das. Doch als sie im Berliner U-Bahn Netz auf seltsame Gemälde stoßen, beginnt eine Suche, die den dreien zeigt wie gleich sie doch eigentlich sind. Gejagt von einer gesichtslosen Organisation und umhergewirbelt von ihren eigenen Gefühlen, müssen sie bald einsehen, dass die Welt wie sie sie zu kennen glaubten sich als Illusion entpuppt.

Meine Meinung

Wenn ich das Buch in drei Worten beschreiben müsste, wären es wohl die Worte: Spannung, Freundschaft, Illusion. Auch wenn es nicht gleich bei der ersten Seite offensichtlich wird, dreht sich die Geschichte der drei Jugendlichen im einige philosophische Fragen, die uns – wenn auch nur unterbewusst- doch alle irgenwie beschäftigen. Welche diese sind möchte ich nicht verraten, denn ein Buchtrailer icongroßer Reiz dieses Buches ist es die Welt mit den Augen der drei Jugendlichen zu sehen. Auf seine eigene Weise ist dieses Buch ein Genre für sich. Zum einen wegen seines Schreibstils, da die Perspektiven schnell wechseln und der Leser sich schnell neuorientieren muss. Zum anderen, weil das Buch ein „Bildungsroman“ ist.  Mit einfachen Worten gesagt, behandelt das Buch die Entwicklung Jugendlicher und meiner Meinung nach ist dies den Autoren wirklich gut gelungen, denn die Protagonisten weisen eine Tiefe auf, die nur wenige Autoren kreieren können.

Was einigen Lesern allerdings auf den Keks gehen könnte ist die ständige Orientierungslosigeit des Lesers. Gerade wenn man denkt sich zurecht zufinden, wird man von einer neuen Welle der Erkenntnisee mitgerissen. Mir persönlich hat das überhaupt nichts ausgemacht und eigentlich fand ich es auch sehr erfrischend, aber wenn ihr eher ein Fan von übersichtlichen nachzuvollziehbaren Handlungen seid, könnte es gut sein, dass dieses Buch nicht unbedingt euren Geschmach trifft.

In einem Satz…

Spannung pur und immer die Suche nach der Realität in der Illusion – ein außergewöhnliches Buch.

5 von 5 Leseratten

5 von 5

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.06.2012
  • Aktuelle Ausgabe : 01.06.2012
  • Verlag : mixtvision Verlag
  • ISBN: 9783939435617
  • Bild: (c) Mixtvision (Link)

[Buch]Rezension: 1984 von George Orwell


Das Buch stand schon ewig auf meiner „Noch-unbedingt-zu-lesen“-Liste, aber erst jetzt bin ich endlich dazu gekommen. Und es hat sich gelohnt!

Mein Lieblingszitat

Dieses Buch ist gefüllt mir erwähnungswürdigen Zitaten. Eines davon also jetzt:

Freiheit bedeutet die Freiheit, zu sagen, daß zwei und zwei vier ist. Gilt dies, ergibt sich alles übrige von selbst.

Genre

Ein Wunderwerk der Science-Fiction. Auch wenn es in 1984 spielt.

Was passiert?

Die Welt ist aufgeteilt in nur noch drei Supermächte, die in irgendeiner Konstellation immer im Krieg miteinander stehen. In Ozeanien herrscht das ideologische der Partei mit ihrer Verkörperung: dem Großen Bruder. In Ministerien, die die Vergangenheit verändern und den Menschen das nehem, was sie menschlich macht, arbeitet der 39-Jährige Winston Smith. Gegen seinen Willen lehnt sich sein Verstand gegen das System auf. Ein Leben unter ständiger Überwachung in der ein falscher Wimpernschlag als Verrat gelten kann, versucht er seinen Verrat an der Partei zu verbergen und gleichzeitig zu verstärken.

Meine Meinung

Dieses Buch verschluckt einen, aber nicht auf die Art, die der Leser erwartet. Alles ist düster und kalt. Orwell nimmt keine Rücksicht auf den Leser und das merkt man. Man bekommt die nackte Wahrheit der Welt in 1984 ins Gesicht geschmissen und muss selbst sehen, wie man damit klarkommt. Die Vorstellungen, die von der Partei vertreten werden sind genauso abwegig wie logisch. Unbewusst findet man sich nach und nach mit diesen Idealen ab, bis sie einem normal erscheinen. Und dann wacht man auf und fragt sich: „Warum das alles?“ Genau diese Frage verfolgt dich. Verfolgt Winston Smith.

“ Das WIE begreife ich: Das WARUM begreife ich nicht.“

Orwell erschafft seine Figuren wie sie sein sollten. Wie sie sein müssen. nicht wie wir sie gern hätten. Aber was mich immer mehr gefesselt hat, war die Unausweichlichkeit. Die Unausweichlichkeit, die schon ab der ersten Seite da war und der sich unser Verstand trotzdem zu entziehen versucht. Ein Meisterwerk, das leider viel zu viele Bezüge zu uns, unserer Zeit und unserer Gesellschaft aufzeigt.

In einem Satz…

Überwältigend, krass, berauschend, brutal –  ein Buch, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

5 von 5 Leseratten

5 von 5

Taschenbuch, Broschur, 400 Seiten, 11,5 x 18,0 cm
ISBN: 978-3-453-16421-5
€ 8,95 [D] | € 9,20 [A] | CHF 13,50* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Heyne
Erscheinungstermin: 1. August 2002

Bildquelle: http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/1984-Roman/George-Orwell/e167352.rhd